Deutsche Gehörlosen Badmintonmeisterschaft in Schleswig

Bald ist es wieder so weit. Die Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen im Badminton steht vor der Tür. Am Freitag, den 24.06.2011 ab 14 Uhr und am Samstag, den 25.06.2011 ab 9 Uhr gilt es für hörgeschädigte Badmintonspieler aus ganz Deutschland, die vordersten Plätze im Einzel, Doppel und Mixed zu erkämpfen. Ausgetragen werden die Meisterschaften in Schleswig in der schönen A.P.Möller Sporthalle (Werkstraße).

Prognosen zum Ausgang der Meisterschaft können nur sehr schwer erstellt werden, da die übrigen Mitbestreiter aus Deutschland mit Training nicht gespart haben. Der Veranstalter hofft sehr, dass der eine oder andere Nachwuchsspieler sein Können unter Beweis stellen kann, da die Badmintonsparte dringend Badmintonspieler sucht. An dieser Stelle mag darauf hingewiesen werden, dass bereits ein Hörverlust von 55dB auf dem besseren Ohr ausreicht, um beim Gehörlosensport teilnehmen zu dürfen. Die Bezeichnung "Gehörlosensport" ist insofern etwas irreführend. Selbst Träger von Cochlea-Implantat-Trägern sind zur Teilnahme am Gehörlosensport berechtigt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Hörhilfen während der Spiele abgelegt werden.

Auch der HSC Schleswig wird bei der Deutschen Meisterschaft zahlreich vertreten sein. Man darf gespannt sein, ob die Blau-Gelben einen der vorderen Plätze ergattern können.

Bei der Deutschen Meisterschaft 2010 in Friedrichshafen/ Bodensee ist es dem HSC gelungen, zwei Gold (Damendoppel und Dameneinzel)- sowie eine Silbermedaille (Mixed) mit nach Hause zu bringen. Es wird sehr schwer, diese Ausbeute zu wiederholen oder gar zu toppen. Der HSC startet dieses Jahr mit leicht veränderten Doppelaufstellungen. So wird Nina Binkowski zusammen mit Nicole Lorenzen sowie erstmalig das Gespann Laura Czuberny und Svenja Klopp den Federball über das Netz schlagen. Hier lässt sich die Konkurrenz nur sehr schwer einschätzen. Es bleibt die Devise, um jeden Ball zu kämpfen.

Im Herrendoppel werden Bischoff/Thomas, Gottwald/Rodehau und Tonat/Lorenzen gemeinsam aufschlagen. Dem Duo Bischoff/Thomas werden hier die besten Chancen eingeräumt, einen der vorderen Plätze zu belegen. Wenn beide einen guten Tag erwischen und mit voller Konzentration dabei sind, ist sogar die Goldmedaille möglich.

Im Herreneinzel gilt Oliver Witte vom GSV Düsseldorf als unangefochtener Favorit. Da wird es für die Schleswiger Sportler sehr schwer sein, einen Sieg einzufahren. Ein Platz unter den ersten 5 sollte aber auf jeden Fall drin sein.
Svenja Klopp wird es im Einzel ebenfalls schwierig haben, denn Saskia Fischer vom GSV Hamburg ist nach ihrer Babypause wieder fit und wird das Damenfeld ordentlich aufmischen. Auch Helga Diesslin (GSV Freiburg) ist gerade wegen ihrer unerschöpflichen Fitness nicht zu unterschätzen. Man darf hier sehr gespannt auf den Ausgang sein.

Im Mixed gehen die Paarungen Rodehau/ Binkowski, Bischoff/ Czuberny und Gottwald/ Klopp an den Start. Nachdem Gottwald/ Klopp 2009 die Bronzemedaille und 2010 die Silbermedaille gewonnen haben, ist nun die Goldmedaille das Ziel. Aber auch hier sind mit Oliver Witte und Saskia Fischer hartnäckige Gegner zu bezwingen.

Die Mannschaft des HSC Schleswig freut sich sehr auf die Deutsche Meisterschaft, gerade auch, weil es zuhause am Schönsten ist. Teilnehmer vom HSC Schleswig: Jens Bischoff, Torsten Gottwald, Björn Rodehau, Kenny Lorenzen, Marcus Tonat, Michael Thomas, Manuel Stock, Nina Binkowski, Nicole Lorenzen, Laura Czuberny und Svenja Klopp

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