Erfolgreiche Deutsche Gehörlosen-Meisterschaft für den HSC Schleswig im Badminton

Platzierungen
Herrendoppel: Jens Bischoff/ Torsten Gottwald 2. Platz
Herreneinzel: Tim Haller 3. Platz
Damendoppel: Nina Binkowski/ Svenja Klopp 1. Platz
Dameneinzel: Svenja Klopp 1. Platz
Mixed: Svenja Klopp/ Torsten Gottwald 1. Platz
Laura Czuberny/ Jens Bischoff 3. Platz

Am vergangenen Freitag traten 9 hochmotivierte Mitglieder des HSC (Hörgeschädigten Sport Club) Schleswig die lange Reise zur Deutschen Gehörlosenmeisterschaft im Badminton nach Mainz an. Am Samstag wurde die Meisterschaft mit den Disziplinen Doppel und Einzel eröffnet.
Bei den Herren konnte sich das neu formierte Doppel Bischoff/Gottwald bis in das Finale durchsetzen. Dabei gestaltete sich das Halbfinale gegen die Freiburger Paarung Gebauer/Kroll als wahrer Nervenkrimi, welches die Schleswiger in 3 Sätzen knapp für sich entscheiden konnten. Im Finale gegen den Oberligaspieler Oliver Witte mit seinem Nürnberger Partner Rainer Baier mussten Bischoff/Gottwald die Segel streichen und belegten einen hervorragenden 2. Platz.
Im Damendoppel waren leider nur 5 Paarungen angetreten, sodass die Spiele im Modus "Jeder gegen Jeden" ausgetragen wurden. Hier konnte sich die Paarung Nina Binkowski/Svenja Klopp ohne Satzverlust gegen alle Gegner durchsetzen und holten sich den Meistertitel.
Im Herreneinzel sorgte der Schleswiger Newcomer Tim Haller für die größte Überraschung des Turniers. Im Viertelfinale musste er gegen seinen Vereinskollegen Torsten Gottwald antreten und konnte seine Leistung an diesem Tag optimal abrufen. Nach einem Dreisatzsieg war der Einzug ist das Halbfinale perfekt. Hier war der nächste Gegner Oliver Witte jedoch eine Nummer zu groß. Im kleinen Finale bewies Tim erneut seine Klasse und gewann gegen den Nationalspieler Matthias Kroll (GSV Freiburg) und belegte überraschend, aber sehr verdient den 3. Platz.
Im Dameneinzel wurden zunächst Gruppenspiele ausgetragen. Das Finale wurde zwischen Saskia Fischer (Hamburger GSV) und Svenja Klopp ausgetragen. Auch dieses Spiel entwickelte sich zu einem der spannendsten des Turniers. Während Fischer im ersten Satz die Oberhand behielt, fand Klopp erst im 2. Satz zu ihrem Spiel und konnte den 3. Satz nach taktischer Umstellung für sich entscheiden. Damit ist Klopp erneute Titelverteidigerin.
Am Sonntagmorgen wurde die Deutsche Meisterschaft mit Mixed fortgesetzt. Nach den Gruppenspielen haben sich die Paarungen Laura Czuberny/ Jens Bischoff sowie Svenja Klopp/ Torsten Gottwald für die Hauptrunde qualifiziert. Diese trafen im Halbfinale aufeinander. Nach hartem Dreisatzkampf zogen Klopp/ Gottwald in das Finale ein. Im Verlaufe des Turniers konnten die Schleswiger ihre Leistung stets steigern, so dass das Freiburger Gespann Helga Diesslin/ Matthias Kroll im Finale in 2 Sätzen unterlagen. Den 3. Platz belegten Czuberny/Bischoff, nachdem sie mit starkem Einsatz und großer Nervenstärke in drei Sätzen gegen den Nationalspieler Witte und seine Darmstädter Partnerin Carina Buxmann gewannen. Damit war der HSC Schleswig mit mindestens einer Medaille in jeder Disziplin die erfolgreichste Mannschaft bei der Deutschen Meisterschaft.
Klopp ist es sogar zum zweiten Mal gelungen, in allen drei Disziplinen die Goldmedaille zu holen. Somit traten die Schleswiger sehr zufrieden wieder den Heimweg an. Für Gottwald und Klopp wird es nur eine kurze Verschnaufpause geben, da beide für die Deaflympics (Olympische Spiele der Hörbehinderten) in Sofia/Bulgarien vom 26.07.- 04.08.2013 nominiert wurden und die deutsche Fahne auf internationaler Ebene vertreten werden (Pressehinweis: http://www.dg-sv.de/deaflympics/)

Teilnehmer bei der Deutsche Meisterschaft vom HSC Schleswig: Torsten Gottwald, Jens Bischoff, Tim Haller, Björn Rodehau, Mike-Uwe Zenk, Nina Binkowski, Laura Czuberny, Susanne Vallentin und Svenja Klopp

Bilder vom Turnier: Bilder

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